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Chiemseeart – Kunst in der Landschaft

 

Chiemseeart ist ein Verein, dessen Ziel es ist, die zeitgenössische Kunst in der Region der Chiemgauer Seenplatte mit Schwerpunkt Kunst in der Landschaft bzw. im Naturraum zu fördern und zu realisieren. Der Verein veranstaltet öffentliche Informations-veranstaltungen, Symposien, Ausstellungen und Workshops zum Thema Kunst im Naturraum bzw. Kunst mit Naturmaterialien. Durch diese und andere Projekte soll im allgemeinen das kulturelle  Leben in der Region zeitgenössisch bereichert und angeregt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei im Aufbau einer „Kultur der Natur“, die sich an einer nachhaltigen, umweltgerechten ökonomisch-sozialen Entwicklung orientiert.

 

Chiemseeart kommt auch einem touristischen Aufruf von Prof. Ulrich Pietrusky nach. Im Gutachten für den Chiemsee-Tourismus wird zum Ausdruck gebracht, dass der Tourismus eine überdurchschnittliche Bedeutung für die Region besitze und kulturelle Aktivitäten einen unschätzbaren Beitrag zur positiven Imagebildung der Region leisten.

 

Die positive Entwicklung von Chiemseeart wäre jedoch ohne die Unterstützung der sieben Gemeinden der Leader+ LAG chiemgauer-seenplatte (Eggstätt, Seeon-Seebruck, Bad Endorf, Höslwang, Pittenhart, Obing und Amerang) nicht möglich gewesen. Den beteiligten Kommunen, und allen voran deren Bürgermeister und Gemeinderäte, gilt daher ganz besonderer Dank.

 

Bislang konnten 6 Kunstwerke installiert werden. Für das Jahr 2006 sind weitere 4 bis 5 Arbeiten geplant. Jeder Künstler ist bestrebt mit seiner Arbeit im Bezug auf Ort, Material und Umgebung eine Art Dialog mit der Natur herzustellen. Wird der Dialog auch von den Menschen darüber geführt, so hat die Kunst Ihren Zweck erfüllt. Dass Chiemseeart sieben Gemeinden verbindet, die schon seit jeher enge Beziehungen zueinander haben, ist ein positiver Faktor zur weiteren Entwicklung der Region der Chiemgauer Seenplatte.

 

In diesem Sinne wünsche ich mir für chiemseeart genügend Naturräume und allen Einwohnern und Gästen eine Freude am Dialog über die Kunst in der Landschaft.

 

 

Curt Wiebel

März 2006

 

Vorsitzender

Chiemseeart

Grußwort des Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe

„Chiemgauer-Seenplatte“

Stefan Beer

 

„Landart“ das war bis vor geraumer Zeit eine Kunstrichtung, unter der sich der überwiegende Teil unserer Bevölkerung nichts dezidiertes vorstellen konnte. Auch die Kommunalpolitiker mussten zuerst mit Schwung, Elan und Ideenreichtum überzeugt werden, als 2003 der Verein „chiemseeart“ an die sieben Leader+-Gemeinden der Chiemgauer Seenplatte mit der Idee herantrat, Kunst in der Natur, mit der Natur und für die Natur in unserer Region umzusetzen. Die Idee an sich fand schon Gefallen, um im ländlichen Raum unserer sieben Gemeinden die bereits vorhandene vielschichtige Kultur um eine weitere interessante Fassette zu bereichern; nachdem dieses Projekt sowohl aus Sicht des EU-Förderprogramms „Leader+“ förderfähig war und Kultusminister Dr. Thomas Goppel aus dem Kulturfond etwas zusteuerte, konnte die Realisierung von Landart-Kunstwerken begonnen werden.

 

In allen sieben beteiligten Gemeinden sind bereits äußerst interessante Kunstwerke entstanden. Mit einher geht auch, und das ist sicherlich Sinn von Kunst im Allgemeinen, eine entsprechende, manchmal auch kontroverse Diskussion in der Bevölkerung.

 

Mein besonderer Dank gilt allen Verantwortlichen des Vereins „chiemseeart“, insbesondere unserem künstlerischen Kurator Andreas Pytlik, für ihr beherztes Engagement und ihren Ideenreichtum. Auf der Basis des nunmehr geschaffenen Erfolges muss es unser aller Aufgabe sein, „Landart“ in unserer Leader+-Region weiter zu festigen und auszubauen. Dazu wünsche ich dem Verein und seinen Mitgliedern für die Zukunft alles Gute.

 

Stefan Beer

1.Bürgermeister

März 2006

Grußwort zu "schema"

                                                                        

„Was lange währt, wird endlich gut", mit diesem sinnigen Sprichwort ist am besten die Entwicklung des Leader+-Projektes „chiemseeart" zu beschreiben. Nachdem im letzten Jahr der Verein „chiemseeart e.V." an die sieben Leader+Gemeinden im nördlichen Chiemgau, Amerang, Bad Endorf, Höslwang, Obing, Pittenhart, Seeon-Seebruck und Eggstätt herangetreten ist mit dem Ziel, Landart, das heißt Kunst in der Natur und mit der Natur in unserem Raum zu etablieren und die sieben Gemeinden von diesem Projekt sehr angetan waren, konnte nunmehr in Höslwang das erste Kunstwerk der Öffentlichkeit übergeben werden. Dieses Bildnis „Schema", das zehn Bäume miteinander verbindet, ist beinahe symbolhaft für unsere sieben Gemeinden. Mit dieser Verbindung wird der Zusammenhalt und die Zusammengehörigkeit dokumentiert, wobei gleichzeitig Flexibilität und Eigenständigkeit möglich ja sogar erforderlich sind, um die Entwicklung des Ganzen zu gewährleisten.

 

Ziel des Projektes „chiemseeart" ist es, die kulturelle Identität unserer Region zu stärken und etwas besonderes zur Entwicklung des Tourismus in unserer Gegend, insbesondere dann auch in Verbindung mit dem gemeinsamen Rad- und Wanderwegekonzept, beizutragen. Deshalb war für die kommunalpolitischen Verantwortlichen in den sieben Gemeinden es trotz knapper Kassenlage fast selbstverständlich über Leader+ zur Finanzierung der Landart-Projekte beizutragen. Für die nächste Zeit erhoffen wir uns ähnlich zündende Ideen, die in den anderen Gemeinden realisiert werden sollen, um die Kunstrichtung Landart vermehrt ins Gespräch zu bringen.

 

Stefan Beer

Vorsitz. der Arbeitsgemeinschaft Leader+