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„ArGe chiemseeart e.V.“ zieht positive Bilanz - 55.000,- Euro für die Region

v.li. BGM Stefan Beer, Paul Kluge, MdL Klaus Stöttner, Dr. Thomas Goppel

 

16 Monate nach Vereinsgründung kann die Arbeitsgemeinschaft chiemSEE ART e.V.  auf ein erfolgreiches Gründungsjahr zurückblicken. 

Im Februar 2003 trafen sich, auf Initiative von Gerhard Winkler (Foto Winkler, Bad Endorf), Curt Wiebel (Vorsitzender Gewerbeverein Bad Endorf), Paul Kluge (Verlag) und Peter Strauss (Künstler) zu einem Gespräch über Möglichkeiten ein Alleinstellungsmerkmal für Bad Endorf  zu kreieren bzw. den Tourismus in der Region zu fördern.  Peter Strauss  berichtete über die Kunstrichtung Landart, die sich hervorragend als Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde eignen würde.  Das Europäisches Zentrum für Landart hier entstehen zu lassen, würde sich förmlich anbieten.  Paul Kluge empfahl die Vereinsgründung (1. April 2003) und um die Region noch näher zusammenrücken zu lassen und zu stärken, diese Vision der LAG „Chiemgauer Seenplatte“ von Leader+ vorzustellen. Denn kulturelle Aktivitäten leisten über den direkten wirtschaftlichen Effekt hinaus einen unschätzbaren Beitrag zur positiven Imagebildung in der Chiemsee-Region. Im Vergleich zu musikalischen Veranstaltungen gibt es allerdings in unserer Region einen Nachholbedarf im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst.

Der neu gegründete  Verein veranstaltete Vorträge in Schloss Hartmannsberg und der Gesundheitswelt Chiemgau. Das Konzept und vor allem die Wirtschaftlichkeit der Vision wurde im Vortrag von Curt Wiebel den Entscheidungsträgern und der Bevölkerung  der Region näher gebracht.

Den Vorstandmitgliederns von „chiemSEE ART“ ist durch persönliches Engagement und Informationsveranstaltungen, überregionaler (BR) sowie regionaler Pressearbeit gelungen, ein starkes positives Interesse für das Vorhaben in der Bevölkerung zu entfachen.

Paul Kluge (Mitglied der LAG Leader+) und Josef Reitmeier (GR Pittenhart u. im Vorstand der LAG)  konnten Vorstand und Mitglieder der LAG überzeugen.  Die LAG-Vollversammlung beschloss einstimmig in ihrer Sitzung vom 4. Dezember 2003 die Aufnahme des Projekts in das regionale Entwicklungskonzept (REK) und empfahl den beteiligten Kommunen die finanzielle Unterstützung des Vorhabens.

In vielen sachlichen Vorträgen gelang es dem Verein, den Funken in die Gemeindegremien überspringen zu lassen, so dass diese beschlossen, vorbehaltlich der Unterstützung durch den Bayer. Kulturfonds, dem Antrag der LAG stattzugeben und chiemSEE ART finanziell zu unterstützen.

Die bereits in Aussicht gestellten Fördermittel des Bayer. Kulturfonds fielen der angespannten Haushaltslage der Staatsregierung im Frühjahr 2004 zum Opfer.  MdL Klaus Stöttner, BGM Stefan Beer und Paul Kluge konnten jedoch erreichen, dass Dr. Thomas Goppel aus den Verfügungsmitteln des Kultusministers 5.000,- € Leader+ für die Umsetzung zur Verfügung stellte.

Zusammen mit den Beiträgen der Kommunen ergib dieses einen Grundstock von 27.500,- €. Durch die bereits genehmigte EU-Förderung von Leader+ wird das große Engagement der Kommunen und des Kultusministers verdoppelt.  Hiermit stehen 55.000,- €  der Region für das Anliegen des Vereins zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft chiemSEE ART möchte sich hiermit bei den vielen Menschen für ihre Unterstützung bedanken. Besonderer Dank gilt den Bürgermeistern und Gemeinderäten für das Vertrauen, das sie in die Vision chiemSEE ART einbrachten. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“  MdL Klaus Stöttner und BGM Stefan Beer, die zusammen mit dem Verein erwirken konnten, dass die Unterstützung von Kultusminister Dr. Thomas Goppel nicht ausblieb.   Herzlichen Dank auch für die Unterbringung und Bewirtung der Künstler bei der Gesundheitswelt Chiemgau, Herrn Otmar Steßl, Herrn Franz Förg (Hotel Seeblick, Pelham) und Werner Glaser vom Hofbräuhaus München. Somit wurden die vielen  ehrenamtlichen Stunden, die zur  Verwirklichung der Ziele investiert wurden, entsprechend honoriert.

Die Bürgermeister stehen hinter chiemseeart

v. links: Bgm. Hans Hofstetter aus Bad Endorf, Bgm. August Voit aus Amerang, Bgm. Stefan Beer aus Eggstätt ( Vorsitzender der Leader+ LAG Chiemgauer Seenplatte), 2. Bgm Georg Schartner aus Pittenhart , Bgm. Hans Thurner aus Obing, Bgm. Konrad Glück aus Seeon-Seebruck, Bgm. Andreas Hintermayr aus Höslwang, Andreas Pytlik, der neue Kurator, Schatzmeister Curt Wiebel und Paul Kluge, 1. Vorsitzender von „chiemseeart“
Foto: Gerhard Winkler (2. Vorsitzender)

Von Toni Hötzelsperger – Als sich Ende Februar 2003 ein paar vorausschauende und visionsträchtige Initiatoren aus den Reihen des Bad Endorfer Gewerbevereins  an die Gründung eines Vereins mit dem Namen „chiemseeart“ machten, dann folgten sie eigentlich einem touristischen Aufruf. Prof. Dr. Dr. Ulrich Pietrusky, der in umfangreichen Studien ein Chiemeee-Tourismus-Gutachten erstellte.

Er machte darin deutlich, dass der Tourismus rund um das Bayerische Meer nicht nur eine überdurchschnittliche Bedeutung hat, sondern dass auch mit kulturellen Elementen eine Tourismusförderung möglich ist.

Die grundsätzliche Idee des Vereins war es, über den Ort hinauszuschauen und die Entwicklung der Kultur in der Region der Chiemgauer Seenplatte zu fördern. Das Anfangskapital war natürlich noch gering, doch immer mehr Künstler und Förderer ließen sich begeistern. Als dann der Bayerische Kultusminister Dr. Thomas Goppel persönlich von der Initiative angesteckt war und aus seinen Mitteln 5.000 Euro als Startkapital zur Verfügung stellte, kam es zu schnellen, weiteren Maßnahmen. Inzwischen gingen viele kulturelle Termine vorüber und der Verein passte sich in vielfältiger Weise den raschen Veränderungen an.

Waren anfangs vom Bad Endorfer Gewerbeverein Curt Wiebel, Paul Kluge und Gerhard Winkler mit dem in Hemhof lebenden Künstler Peter F. Strauss die treibenden Kräfte, so entschieden sich die Bürgermeister der Lokalen Arbeitsgruppe „Chiemgauer-Seenplatte“ (Leader +) Amerang,  Bad Endorf,  Eggstätt, Höslwang, Obing,  Pittenhart,Seeon-Seebruck und die Vereinsführung, dass man nach dem Ausscheiden von Peter F. Strauss mit Andreas Pytlik einen neuen Kurator engagiere.  Ziel ist der Aufbau eines Zentrums für Kunst in der Landschaft.